Gradierwerk im Hotel-SPA
Ein Gradierwerk im Innenraum ist die kompakte Form dessen, wofür ein Kurort hundert Meter Länge braucht: Sole rieselt über Schwarzdornreisig, verdunstet an der Oberfläche und reichert die Raumluft mit feinem Salzaerosol an. Dieses Projektbeispiel zeigt, wie eine solche Anlage in einen bestehenden Hotel-Wellnessbereich eingebaut wird — von der ersten Aufmaßfahrt bis zur Übergabe.
- Objektart
- Hotel mit Wellnessbereich
- Leistungsumfang
- Planung, Fertigung, Montage
- Raumfläche
- 14 bis 30 m²
- Gradierfläche
- 6 bis 12 m²
- Füllmaterial
- Schwarzdornreisig (Schlehe)
- Solekonzentration
- 3 bis 8 Prozent
- Montagezeit vor Ort
- 6 bis 12 Arbeitstage
- Betrieb
- geschlossener Solekreislauf mit Pumpe und Vorratsbehälter
Die Ausgangslage
Hinweis: Wir bauen Gradierwerke ausschließlich für den Innenraum. Freianlagen gehören nicht zu unserem Leistungsumfang.
Der Anlass ist fast immer derselbe: Ein Hotel hat Sauna, Dampfbad und einen Ruheraum, der niemanden überzeugt. Der Raum ist groß genug, wird aber kaum genutzt, weil es dort nichts gibt, was der Gast nicht auch auf dem Zimmer hätte. Gesucht wird ein Element, das im Prospekt eine eigene Zeile bekommt und den Aufenthalt im Wellnessbereich verlängert.
Vor der ersten Zeichnung klären wir vier Dinge vor Ort: die tatsächliche lichte Höhe, den Bodenaufbau und seine Tragfähigkeit, den nächsten Wasser- und Stromanschluss sowie die vorhandene Lüftung. Diese vier Werte entscheiden über Größe und Bauart der Anlage — nicht der Wunsch nach einer bestimmten Optik.
Was gebaut wurde
Kern der Anlage ist ein Rahmen aus konstruktiv getrocknetem Nadelholz, in den die Reisigpakete lagenweise eingesetzt und verspannt werden. Oben läuft eine Verteilerrinne über die gesamte Breite, unten fängt eine Wanne die Sole auf und führt sie in den Vorratsbehälter zurück. Die Wanne ist der Punkt, an dem sich gute von schlechter Ausführung unterscheidet: Sie muss vollständig dicht, salzbeständig und ohne Werkzeug zugänglich sein, sonst wird die Reinigung zum Dauerproblem.
Rund um das Gradierwerk entsteht in der Regel eine Wand aus hinterleuchteten Salzziegeln. Sie fasst die Anlage optisch ein und übernimmt zugleich die Beleuchtung, sodass keine sichtbaren Leuchten im Raum hängen. Der Boden wird mit Salzgranulat geschüttet, meist vier bis acht Zentimeter hoch. Das ist kein Dekor: Die Schüttung dämpft den Schall so weit, dass Gespräche im Raum von selbst leiser werden.
Die Technik dahinter
Die Sole zirkuliert im geschlossenen Kreislauf. Eine Pumpe fördert aus dem Vorratsbehälter in die Verteilerrinne, von dort rieselt die Sole über das Reisig zurück in die Wanne. Verdunstetes Wasser wird über einen Frischwasseranschluss ergänzt, das Salz bleibt im System und wird periodisch nachdosiert. Gesteuert wird über eine Zeitschaltung, die sich an den Öffnungszeiten des Wellnessbereichs orientiert — Dauerbetrieb rund um die Uhr ist weder nötig noch sinnvoll.
Zwei Punkte werden bei der Planung regelmäßig unterschätzt. Erstens die Lüftung: Ein Gradierwerk gibt Feuchtigkeit an den Raum ab, und die muss abgeführt werden, sonst leidet die Bausubstanz. Zweitens die Materialwahl in Anlagennähe. Sole greift unlegierten Stahl, Aluminium und viele Beschichtungen an. Alles, was mit Sole in Berührung kommt, ist bei uns Edelstahl, Kunststoff oder beschichtetes Holz.
Was der Betreiber davon hat
Ein Gradierwerk im Innenraum ist zuerst ein Angebot, das sich beschreiben lässt. Es trägt einen eigenen Namen, es sieht auf Fotos anders aus als jede andere Sauna, und es gibt Gästen einen Grund, länger im Wellnessbereich zu bleiben. Betreiber setzen es unterschiedlich ein: als frei zugänglichen Ruhebereich, als buchbare Einzelsitzung oder als festen Bestandteil eines Wochenendpakets.
Zur gesundheitlichen Wirkung halten wir uns bewusst zurück. Das Heilmittelwerbegesetz setzt der Werbung mit Heilaussagen enge Grenzen, und wir sind Anlagenbauer, keine Mediziner. Was wir sagen können: Die Anlage erzeugt ein salzhaltiges Aerosol und eine erhöhte Luftfeuchte. Wie das im Einzelfall wirkt, gehört in die Hände von Ärzten und nicht in einen Verkaufsprospekt.
Woran solche Projekte scheitern
Meist an drei Dingen. An zu niedrigen Räumen, in denen eine Anlage optisch erdrückt statt zu wirken. An fehlenden Anschlüssen, die nachträglich durch fertige Böden geführt werden müssen. Und an einer Wartung, die niemand übernimmt — Reisig ist ein Naturmaterial und versalzt mit der Zeit. Wir kalkulieren den Wechsel des Reisigs von Anfang an mit ein und sagen offen, in welchem Rhythmus er fällig wird.






Ein Gradierwerk für Ihr Objekt
Schicken Sie uns die Raumgröße und ein paar Fotos. Sie bekommen eine erste Einschätzung samt Kostenrahmen, bevor irgendjemand ein Aufmaß fahren muss.
Projekt anfragenSo läuft die Zusammenarbeit
Vom ersten Gespräch bis zur Übergabe bleibt alles in einer Hand: Planung, Fertigung der Salzelemente, Montage vor Ort und Wartung. Wir arbeiten ohne Subunternehmer.
- 1. GesprächWir lernen das Objekt, den Termin und den Kostenrahmen kennen. Meist genügen 15 Minuten am Telefon.
- 2. Konzept und AngebotWir wählen Technik und Materialien, erstellen eine Visualisierung und ein verbindliches Angebot.
- 3. Fertigung und MontageWir fertigen die Salzelemente in eigener Produktion, montieren sie vor Ort und bleiben für die Wartung erreichbar.
25 Jahre Erfahrung · rund 600 realisierte Objekte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und der EU · Salzmaterialien mit PZH-Hygienezertifikat
Anrufen: +49 971 918673 Kontakt aufnehmen
Unverbindliche Anfrage
Sagen Sie uns kurz, worum es geht – wir melden uns in der Regel noch am selben Werktag.