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Sole und Solekreislauf

Sole ist Was­ser mit gelös­tem Salz. Was ein­fach klingt, ent­schei­det in einer Anla­ge über fast alles: über die Men­ge des erzeug­ten Aero­sols, über die Stand­zeit des Rei­sigs, über die Mate­ri­al­wahl und dar­über, wie viel Arbeit der Betrieb macht.

Welche Konzentration sinnvoll ist

In Innen­an­la­gen arbei­ten wir übli­cher­wei­se mit drei bis acht Pro­zent. Das ist deut­lich weni­ger als in his­to­ri­schen Gra­dier­wer­ken, wo die Kon­zen­tra­ti­on im Betrieb bis auf über zwan­zig Pro­zent stieg — dort war das Ziel schließ­lich die Salz­ge­win­nung und nicht die Raumluft.

Höhe­re Kon­zen­tra­tio­nen brin­gen im Innen­raum wenig zusätz­li­chen Nut­zen, aber deut­lich mehr Nach­tei­le: Das Rei­sig setzt sich schnel­ler zu, Abla­ge­run­gen an Rah­men und Wan­ne neh­men zu, und die Mate­ri­al­be­las­tung im gesam­ten Kreis­lauf steigt. Wir emp­feh­len des­halb, im unte­ren Bereich zu blei­ben und lie­ber die Betriebs­stun­den anzupassen.

Der geschlossene Kreislauf

Auf­bau in vier Tei­len: Vor­rats­be­häl­ter, Pum­pe, Ver­tei­ler­rin­ne, Auf­fang­wan­ne. Die Pum­pe för­dert Sole aus dem Behäl­ter nach oben, die Rin­ne ver­teilt sie über die Brei­te der Rie­sel­flä­che, die Wan­ne fängt auf, was unten ankommt, und lei­tet zurück. Der Kreis ist geschlos­sen — Salz ver­lässt das Sys­tem prak­tisch nur als Aerosol.

Was ver­lo­ren geht, ist Was­ser. Es ver­duns­tet, und zwar in erheb­li­cher Men­ge. Des­halb braucht jede Anla­ge eine Nach­spei­sung, ent­we­der von Hand oder auto­ma­tisch über ein Schwim­mer­ven­til am Frisch­was­ser­an­schluss. Ohne Nach­spei­sung steigt die Kon­zen­tra­ti­on im Behäl­ter kon­ti­nu­ier­lich an, bis Salz auskristallisiert.

Nachdosieren und messen

Salz muss sel­ten nach­ge­füllt wer­den, Was­ser dage­gen regel­mä­ßig. Kon­trol­liert wird die Kon­zen­tra­ti­on mit einer Aräo­me­ter-Spin­del oder einem Refrak­to­me­ter — bei­des sind ein­fa­che Gerä­te, die das Per­so­nal ohne Vor­kennt­nis­se bedie­nen kann. Wir über­ge­ben eines davon mit der Anla­ge und zei­gen bei der Ein­wei­sung, wie gemes­sen wird.

Der übli­che Rhyth­mus ist wöchent­lich. Wo eine auto­ma­ti­sche Nach­spei­sung ein­ge­baut ist, genügt oft eine Kon­trol­le alle zwei Wochen.

Welche Materialien Sole angreift

Sole ist gegen­über vie­len Werk­stof­fen aggres­siv. Unle­gier­ter Stahl ros­tet, Alu­mi­ni­um wird ange­grif­fen, ver­zink­te Tei­le ver­lie­ren ihre Beschich­tung, und vie­le Lacke lösen sich mit der Zeit ab. Auch Edel­stahl ist nicht gleich Edel­stahl — in salz­hal­ti­ger Umge­bung ist die Wahl der Legie­rung entscheidend.

Alles, was bei uns mit Sole in Berüh­rung kommt, ist des­halb ent­we­der salz­be­stän­di­ger Edel­stahl, geeig­ne­ter Kunst­stoff oder behan­del­tes Holz. Das gilt auch für Klein­tei­le: Schrau­ben, Klem­men, Schlauch­schel­len. Es sind fast immer die Klein­tei­le, an denen eine schlecht aus­ge­führ­te Anla­ge zuerst versagt.

Hygiene im Kreislauf

Eine aus­rei­chend kon­zen­trier­te Sole ist ein schwie­ri­ger Lebens­raum für Mikro­or­ga­nis­men — das ist einer der Grün­de, nicht zu weit unter drei Pro­zent zu gehen. Trotz­dem gehört die Anla­ge regel­mä­ßig ent­leert und gerei­nigt. Wir legen Wan­ne und Behäl­ter des­halb so aus, dass sie ohne Demon­ta­ge zugäng­lich sind und einen Ablass haben.

Kri­tisch sind ste­hen­de Res­te in Lei­tun­gen und Tot­räu­me im Rohr­ver­lauf. Bei­des lässt sich durch die Pla­nung ver­mei­den und nach­träg­lich kaum korrigieren.

Verteilerrinne und Rieselfläche: die Sole muss über die ganze Breite gleichmäßig ankommen.
Ver­tei­ler­rin­ne und Rie­sel­flä­che: die Sole muss über die gan­ze Brei­te gleich­mä­ßig ankommen.
Auffangwanne unterhalb der Rieselfläche, zugänglich ohne Werkzeug.
Auf­fang­wan­ne unter­halb der Rie­sel­flä­che, zugäng­lich ohne Werkzeug.
Anlage im Betrieb — sichtbar gleichmäßige Verrieselung über die gesamte Fläche.
Anla­ge im Betrieb — sicht­bar gleich­mä­ßi­ge Ver­rie­se­lung über die gesam­te Fläche.

Häufige Fragen

Wie viel Salz wird verbraucht?

Wenig. Salz ver­lässt den geschlos­se­nen Kreis­lauf nur als Aero­sol. Regel­mä­ßig nach­ge­füllt wird Was­ser, nicht Salz.

Kann Lei­tungs­was­ser ver­wen­det werden?

In der Regel ja. Bei sehr har­tem Was­ser steigt der Kalk­ein­trag und das Rei­sig setzt sich schnel­ler zu — dort kann eine Ent­här­tung sinn­voll sein.

Wel­ches Salz wird verwendet?

Ein für den Zweck geeig­ne­tes Sie­de- oder Stein­salz ohne Zusät­ze. Spei­se­salz mit Rie­sel­hil­fe oder Jod­zu­satz ist ungeeignet.

Muss die Anla­ge rund um die Uhr laufen?

Nein. Üblich ist eine Zeit­schal­tung, die sich an den Öff­nungs­zei­ten ori­en­tiert. Dau­er­be­trieb erhöht nur Ver­schleiß und Feuchteeintrag.

Technische Fragen vorab klären

Wir legen den Kreis­lauf auf Ihren Raum aus und sagen Ihnen, wel­che Anschlüs­se gebraucht wer­den — vor der Detailplanung.

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So läuft die Zusammenarbeit

Vom ers­ten Gespräch bis zur Über­ga­be bleibt alles in einer Hand: Pla­nung, Fer­ti­gung der Salz­ele­men­te, Mon­ta­ge vor Ort und War­tung. Wir arbei­ten ohne Subunternehmer.

  • 1. GesprächWir ler­nen das Objekt, den Ter­min und den Kos­ten­rah­men ken­nen. Meist genü­gen 15 Minu­ten am Telefon.
  • 2. Kon­zept und Ange­botWir wäh­len Tech­nik und Mate­ria­li­en, erstel­len eine Visua­li­sie­rung und ein ver­bind­li­ches Angebot.
  • 3. Fer­ti­gung und Mon­ta­geWir fer­ti­gen die Salz­ele­men­te in eige­ner Pro­duk­ti­on, mon­tie­ren sie vor Ort und blei­ben für die War­tung erreichbar.

25 Jah­re Erfah­rung · rund 600 rea­li­sier­te Objek­te in Deutsch­land, Öster­reich, der Schweiz und der EU · Salz­ma­te­ria­li­en mit PZH-Hygie­ne­zer­ti­fi­kat

Anru­fen: +49 971 918673 Kon­takt aufnehmen

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